Berufsorientierung


Übergangsmanagement


In der Biografie der Menschen finden sich zahlreiche Übergänge wieder. Einige dieser Übergänge können, insbesondere von jungen Menschen, als kritische Lebensereignisse erlebt werden. Verantwortungsbewusstsein und Selbstständigkeit der jungen Menschen gewinnen in diesen Phasen an besonderer Bedeutung, da sie den Übergang erheblich erleichtern können.
Auf der Schwelle von der Schule in den Beruf werden die Schülerinnen und Schüler von Mitarbeitern der Schule und der Netzwerkpartner begleitet. Dabei sollen die vielfältigen Unterstützungsangebote über die Organisationsgrenzen hinaus gehen, um den Schülerinnen und Schülern auch in der oft schwierigen Zeit nach der Schule Hilfe anbieten zu können. Gerade hier ist ein stabiles Netzwerk, was langfristig geplant ist wichtig. Die individuelle Bewerbungsphase beginnt mit einer Analyse der Kompetenzen und Ressourcen und einer Erhebung des Förderbedarfs jeder Schülerin/ jedes Schülers und endet mit einer realistischen und gefestigten Anschlussperspektive und entsprechenden Bewerbungsunterlagen.
 Die Mitarbeiter der „Berufseinstiegsbegleitung“ und der „Kompetenzagentur“ nehmen dabei eine Schnittstellenfunktion ein. In enger Absprache mit dem Lehrpersonal und der Agentur für Arbeit wird mit dem Schüler ein Plan für den Übergang von der Schule in den Beruf entwickelt. In regelmäßigen Gesprächen werden die verschiedenen Voraus-setzungen für die geplanten Schritte geprüft und Bewerbungen bzw. Anmeldungen vorbereitet. Die Begleitung wird dabei sowohl mit den Klassenlehrern koordiniert, als auch mit dem Fachunterricht verknüpft (Technik, Arbeitslehre/ Wirtschaft).
Durch regelmäßige Absprachen und gemeinsame Angebote aller Netzwerkpartner werden die Inhalte aufeinander abgestimmt. Dokumentierte Ergebnisse der einzelnen Angebote (z.B. Eignungsverfahren, Praktikumbeurteilungen etc.) werden den Schülerinnen und Schülern ausgehändigt und auch bei den Mitarbeitern der „Berufseinstiegsbegleitung“ und der „Kompetenzagentur“ gebündelt, so dass jedem Schüler im Bedarfsfall die aktuellen Bewerbungsunterlagen zeitnah zur Verfügung stehen.  Jeder Schüler hat in der Übergangsphase, d.h. auch ein Jahr über die Schulzeit hinaus, einen festen Ansprechpartner im Netzwerk.
Durch diese Kontinuität entsteht ein enges Vertrauensverhältnis, so dass es nicht selten vorkommt, dass Schüler nach ihrem  Schulabgang in regelmäßigen Abständen neben dem Lehrpersonal auch die Mitarbeiter der Kooperationspartner gerne besuchen, um von ihren Erfolgen und Misserfolgen und ihren Ängsten und Sorgen zu berichten. Hier greift die gute Vorarbeit der Schule und zeigt sich die ausgeprägte Entwicklung von personalen und sozialen Kompetenzen.
Kontakte zu Arbeitgebern, Eltern, Lehrern weiterführender Schulen und Vertretern aus der Wirtschaft werden in die individuelle Betreuung ebenso eingebunden, wie die Schülerinnen und Schüler selbst. Durch verschiedene Informationsveranstaltungen mit Mitarbeitern der Mülheimer Berufskollegs werden Schüler und Eltern über die verschiedenen Bildungsangebote informiert. Darüber hinaus wird durch die enge Kooperation mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit eine professionelle und aktuelle Beratung angeboten. Auch die Träger der berufsvorbereitenden Maßnahmen sind bereits während der Schulzeit durch unterschiedliche Kooperationen im engen Kontakt mit Lehrern, Eltern und Schülern.
Zu den Inhalten der Vorbereitung auf den Übergang in den Beruf gehören insbesondere:

  • Frühzeitige Orientierung (individuell)
  • Frühzeitige Förderplanerstellung (individuell)
  • Praktisches Arbeiten
  • Eintritt in einen regelmäßigen Dialog mit allen Beteiligten
  • Individuelle Planung des Übergangs
  • Sicherung eines dauerhaften Übergangs, um die berufliche und gesellschaftliche Integration zu gewährleisten.

Das an der GHS Dümpten initiierte Netzwerk ermöglicht einen gut vorbereiteten, langfristig geplanten und am Schüler orientierten Übergang in die nächste Lebensphase der Schüler. Hieraus ergeben sich folgende Förderschwerpunkte:

  • Stärkung der Lernmotivation
  • Förderung der persönlichen und fachlichen Kompetenzen
  • Abbau von Ängsten
  • Chancenverbesserung durch individuelle Begleitung und Förderung
  • Reduzierung von Schülerinnen und Schülern ohne Abschluss
  • Stärkung der individuellen Potentiale der Schülerinnen und Schüler

Verschiedene Betriebspraktika ermöglichen den Schülerinnen und Schülern zudem einen praxisorientierten Zugang zu den Berufsbildern. Die Einbindung dieser praktischen Anteile in die Berufswegplanung führt neben den Einblicken in die Arbeitswelt zu einer realistischen Einschätzung der Stärken und Schwächen der Schüler.
Durch ein langfristig geplantes und funktionierendes Übergangsmanagement bietet die GHS Dümpten ihren Schülerinnen und Schülern und deren Eltern Orientierung im Bildungs- und Ausbildungssystem, um passende, an ihren Voraussetzungen, Zielen und Lebenslagen anknüpfende Anschlüsse zu finden.

 



   
 
 
 
 
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