Berufsorientierung


Vernetzung


Die einzelnen Programme und Projekte werden durch eine enge Vernetzung aller beteiligten Akteure aufeinander abgestimmt, um so einen für jeden Schüler und jede Schülerin  sinnvollen und passgenauen Übergang von der Schule in den Beruf zu ermöglichen.
Einen besonderen Stellenwert erhält hierbei die Funktion des Berufswahlkoordinators und der Schulleitung, die innerhalb des Netzwerks die Rahmenbedingungen für eine gelungene Arbeit mit den Schülern und Schülerinnen gewährleisten.


Der Berufswahlkoordinator steht in engem persönlichem Kontakt zu den Netzwerkpartnern innerhalb und außerhalb der Schule (Agentur für Arbeit, Initiativkreis Ruhr etc.). Im Rahmen dieser Schnittstellenfunktion werden verbindliche Vereinbarungen zwischen den Netzwerkpartnern getroffen und die Zusammenarbeit inhaltlich und organisatorisch geplant. Die kontinuierlichen Absprachen dienen neben der Erarbeitung gemeinsamer Ziele auch der Vermeidung von Reibungsverlusten aufgrund unterschiedlicher Ansprechpartner und der Zielüberprüfung anhand von Reflexionsgesprächen.
Neben den verschiedenen Kooperationspartnern profitieren von dieser gut strukturierten Vernetzung vor allem die Schülerinnen und Schüler. Dadurch, dass sie jeweils einen festen Ansprechpartner in der Schule haben, können Zuständigkeiten schnell geklärt und Vereinbarungen mit den Schülerinnen und Schülern verbindlich getroffen werden.
Durch regelmäßige gemeinsame Fallbesprechungen der Projekt- und Maßnahmepartner mit den Klassen- und Fachlehrern ist ein aufeinander abgestimmtes und an dem Bedarf des Schülers/ der Schülerin orientiertes Übergangsmanagement möglich. So wird durch die langjährige Erfahrung des Lehrpersonals eine Kontinuität in der Schullaufbahn gewährleistet, da sie über die notwendigen Informationen zu den jeweiligen Schülerinnen und Schülern verfügen, um den Förderbedarf zeit- und sachgerecht feststellen zu können. Das Lehrpersonal nimmt eine wichtige Schnittstellenfunktion bezüglich der Verbindlichkeit und Überprüfung der Vereinbarungen zwischen den Schülerinnen und Schülern und den außerschulischen Trägern wahr. Die häufig enge Bindung der Schüler zu den Klassenlehren wirkt dabei für das gesamte Übergangsmanagement förderlich.  Durch gezieltes Training der Schlüsselkompetenzen und individuelle Unterstützung vor, während und nach der Bewerbungsphase durch alle beteiligten Akteure, werden die Schülerinnen und Schüler umfassend und langfristig auf die Umstellung von der Schule in den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet.
Ein gemeinsames Auftreten aller Kooperationspartner ist für die Vernetzung ebenso wichtig, wie regelmäßige gemeinsam organisierte Angebote in der Schule. Durch Gruppenangebote und Einzelsprechstunden der Netzwerkpartner, wird die enge Zusammenarbeit auch für die Schülerinnen und Schüler sichtbar. Die Mitarbeiter der Kompetenzagentur, der Berufseinstiegsbegleitung und der Agentur für Arbeit erhalten dadurch die Möglichkeit eines interdisziplinären Austauschs, der sich direkt auf den Umgang mit dem einzelnen Schüler auswirkt.
Zudem werden den Schülerinnen und Schülern gezielt Anschlussperspektiven durch Mitarbeiter der Berufskollegs, der ortsansässigen Firmen und der Maßnahmeträger vorgestellt. Dieser Rahmen wird ebenfalls zum Informationsaustausch über aktuelle Entwicklungen und individuelle Fragestellungen von allen Netzwerkpartnern genutzt.
Besonders das BuS – Projekt ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern schon frühzeitig Einblicke in die Arbeitswelt zu erhalten.
Innerhalb dieses Projekts, das nahe an schwierigen biografischen Situationen ansetzt, lässt sich die enge Beziehung zwischen beruflicher Praxis und schulischem Alltag am besten darstellen. Hier kommt der Vernetzung mit ortsansässigen Firmen eine besondere Bedeutung zu. Durch eine sehr aktive und langjährige Kooperation der Klassenlehrer mit den Ausbildern und Unternehmen, können individuelle Lösungen für die Schülerinnen und Schüler schon frühzeitig erarbeitet werden. Gemeinsam können Schule und  Betrieb zu einer praxis- und zielorientierten Vorbereitung auf die Ausbildung beitragen.
Neben fachlichen Kompetenzen, die eine Voraussetzung für ein erfolgreiches Übergangsmanagement darstellen, sind die Schlüsselkompetenzen der Schülerinnen und Schüler besonders zu fördern. Hierbei spielt insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Centrum für Bürgerschaftliches Engagement (CBE) in Mülheim an der Ruhr eine große Rolle. In Form eines freiwilligen Patenmodells erhalten Schülerinnen und Schüler der Abgangsklassen Unterstützung durch einen ehrenamtlichen Ansprechpartner, der den Schüler in berufsperspektivischen,  aber auch in persönlichen Angelegenheiten begleitet. Obwohl das Patenmodell durch die Schule initiiert und organisiert  wird, besteht die Besonderheit vor allem darin, dass der Pate außerhalb der schulischen Strukturen für den Jugendlichen ansprechbar ist. Zusätzlich wird die Schule durch  Ehrenamtliche des CBEs im Rahmen des Projekts ILJA bei der Begleitung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf unterstützt, indem die ehrenamtlichen Mitarbeiter hier eine Lotsenfunktion übernehmen.
Die enge Zusammenarbeit aller Kooperationspartner ermöglicht es, die Schülerinnen und Schüler  ab der 7.Klasse auf den Übergang vorzubereiten, diese Begleitung endet erst ein Jahr nach Beendigung der Schulzeit. Durch diese langfristige Planung können individuelle Bedarfe rechtzeitig festgestellt und Schwerpunkte für die Kooperationen festgelegt werden. Die verschiedenen Praktika in dieser Zeit bilden dabei die Meilensteine in der Berufsvorbereitung. Durch die intensive Vor- und Nachbereitung, in die alle Koope-rationspartner durch verschiedene Einzelfall- und Gruppenangebote (Stellenrecherche, Konflikttraining etc.) eingebunden sind, wird eine realistische Perspektive für jeden Schüler auf dem Weg ins Berufsleben erarbeitet und regelmäßig überprüft.

Netzwerkpartner sind:

  • Initiativkreis Ruhr
  • Berufsbildungswerkstatt (Bbwe), Berufseinstiegsbegleitung
  • Stadt Mülheim an der Ruhr, Sozialagentur, Kompetenzagentur
  • ZAQ Oberhausen
  • Ruhrwerkstatt Mülheim
  • Stiftung Partner für Schule
  • Bundesagentur für Arbeit
  • Centrum für Bürgerschaftliches Engagement (CBE)
  • Seminare und Präsentation Hanschmidt

 



   
 
 
 
 
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