Schulsozialarbeit


Kümmern und Betreuen  –  Stützen und Stärken

Zu den zentralen Bereichen der individuellen Betreuung an der GHS-Dümpten gehört, dass wir jeden Schüler und jede Schülerin in der ganzen Persönlichkeit wahrnehmen, ernst nehmen und akzeptieren.
Frau Schraven (Schulsozialarbeiterin), Frau Fricke und Herr Ringlage (Sozialarbeiter in der Übermittagsbetreuung) und zahlreiche Mitarbeiter, die auf Honorarbasis arbeiten, bilden das Team, das sich intensiv um die Schüler der Schule kümmert.

Ansprechpartner
In unserem Schulleben spielen die Klassenlehrer bzw. Co-Klassenlehrer eine zentrale Rolle. Sie nehmen jeden einzelnen Schüler in seiner Persönlichkeit wahr und sind somit bei sämtlichen Anliegen der Schüler die ersten Ansprechpartner. Als Kontaktperson zwischen den Schülern, den Fachlehrern, der Schulleitung und unseren Sozialpädagogen vermitteln sie in klärenden Gesprächen und stellen wichtige Verbindungen für die Schüler her. Darüber hinaus sind sie das Bindeglied zwischen Elternhaus und Schule.

Frühbetreuung
Für die Klassen 5 und 6 und alle integrativen Klassen bieten wir die Möglichkeit des offenen Unterrichtsbeginns ab 7.30 Uhr an. Die Kinder haben dabei die Möglichkeit, sich im Klassenverband in den Klassenräumen beaufsichtigt aufzuhalten. Dort können sie die Zeit bis zum Unterrichtsbeginn durch Spiele, Gespräche oder Frühstück nutzen.

Verpflegung der Schüler
Immer wieder müssen wir feststellen, dass unsere Schüler ohne Frühstück zur Schule kommen und auch für den Vormittag von den Eltern keine Verpflegung mitbekommen.
Die Möglichkeit, sich im Schulkiosk zu versorgen, können etliche Kinder aus finanziellen Gründen nicht nutzen.
Mehrmals in der Woche gibt es daher für die Schüler der Klassen 5 und 6 ein Frühstücksangebot. Die Sozialpädagogen der Schule stellen ein Tablett mit belegten Broten zusammen, die von den Schülern im Rahmen einer Frühstückspause im Klassenraum gegessen werden. Einmal wöchentlich bereiten die Klassenlehrer mit den Schülern ein großes Klassenfrühstück vor. Das Einkaufen und Verarbeiten der Lebensmittel wird sukzessive mit den Schülern geübt, die Zusammenstellung eines gesunden Frühstücks wird mit den Schülern erarbeitet. Ansprechend gedeckte Tische, eine nette Aufmachung des Buffets und ritualisierte Abläufe vermitteln den Schülern die Erfahrung eines gemütlichen Essens, das sie aus dem häuslichen Umfeld oft nicht mehr kennen.
Durch die gemeinsame Arbeit und das gemeinsame Essen wird zudem das Gemeinschaftsgefühl der Klassen weiter gestärkt.
Die „Mülheimer Tafel“ beliefert den Spielekeller kostenlos mit Brötchen und frischem Obst. Die Sozialarbeiter schneiden alles in Portionen und stellen es allen Schülern in den Pausen kostenlos zur Verfügung.
Kinder, die noch in der Übermittagsbetreuung bleiben, erhalten an einem Tag ein warmes Mittagessen, das aus Spenden und einem kleinen Kostenzuschuss der Eltern finanziert wird.

Pausenbetreuung
Der Spielekeller ist ein zentraler Ort für die Pausenbetreuung unserer Schüler. Hier stehen den Schülern  diverse Angebote zur Verfügung.
Spielgeräte wie Bälle, Tischtennisschläger etc. können ausgeliehen werden. So besteht die Möglichkeit, sich auf dem Schulhof sportlich zu betätigen.
Der Spielekeller bietet des Weiteren Material und Raum zum Kennenlernen und Ausprobieren von Gesellschaftsspielen, zum Kickern, Billardspielen oder einfach zum gemütlichen Gesprächsaustausch.
Die hier arbeitenden Sozialpädagogen erweisen sich als kompetente Ansprechpartner für schulische und private Anliegen der Kinder und Jugendlichen.
Die Nutzung des Spielkellers ist jahrgangsweise aufgeteilt, um allen Schülern gerecht werden zu können.

Übermittagsbetreuung
Die Übermittagsbetreuung ist ein Angebot für die Jahrgangsstufen 5 und 6. Sie bietet eine Plattform, die den Schülern ermöglicht, ihre persönlichen Freiräume sinnvoll zu gestalten und diese in der Gemeinschaft zu nutzen. Die Eltern müssen ihre Kinder hierfür verbindlich anmelden.
Die Schule bietet ihnen eine qualifizierte Betreuung bei den Hausaufgaben an. Nach der Hausaufgabenbetreuung beginnt die Betreuung im Spielekeller.
Vielfältige Spielmöglichkeiten (Gesellschaftsspiele, Billard, Kickern, PC-Nutzung, ...) und Bewegungsangebote (Toberaum, Aggressionsabbau am Boxsack, Batakas) sowie die Gelegenheit an verschiedenen Arbeitsgemeinschaften teilzunehmen ergänzen das Angebot. Folgende Arbeitsgemeinschaften können derzeit angeboten werden:
Basteln, Judo, Trommeln, Theater, Fußball, Ballspiele, Experimentieren.

 

Sozialarbeit innerhalb der Schule
Unsere Schulsozialarbeiterin Frau Schraven ist mit 32 Stunden an der Schule tätig. Durch ihre Zusatzqualifikationen zur systemischen Familienberaterin und zum Schulcoach können wir ein breites Band an unterstützenden Maßnahmen anbieten. Beratungslehrer, SV-Lehrer und eine Familien-Therapeutin, die einmal in der Woche für 3 Stunden der Schule zur Verfügung steht, vervollständigen das Team.
Unser Ziel ist es, eine auf den einzelnen Schüler zugeschnittene Hilfestellung anzubieten. Hier ist es im Gespräch zwischen Klassenlehrer und kompetenten Fachleuten möglich, individuelle Lösungswege auszuwählen und ggf. Kontakte zu Hilfsangeboten anderer Institutionen herzustellen und zu begleiten.
Von großer Bedeutung ist der enge Kontakt zwischen den Schülern und der Sozialpädagogin, die täglich in der Schule ansprechbar ist und das volle Vertrauen der Schüler genießt. Vor allem in akuten Krisensituationen ist sie zumeist die Ansprechpartnerin für Schüler, Eltern und Lehrer, so dass sie oft Situationen zeitnah  bewerten muss und geeignete Handlungsschritte in die Wege leitet. Ferner führt sie verschiedene Projekte im Klassenverband, in Kleingruppen oder auch im Einzeltraining durch (Soziales Lernen, Konflikttraining, u. ä.). Ihre Teilnahme an Teil- und Disziplinarkonferenzen ist für unser System von großer Bedeutung. Sie ist auch das Bindeglied zum KSD (Kommunaler Sozialer Dienst), mit dem sie sich im regelmäßigen Austausch befindet (mindestens 1x monatlich). Interne Supervision und  regelmäßiger Austausch mit den übrigen Hauptschulen der Stadt Mülheim gehören darüber hinaus zu ihrem Tätigkeitsfeld.

Maßnahmen zur Persönlichkeitsstärkung
Kommen Klassenlehrer und Lehrer zu dem Ergebnis, dass bei einzelnen Schülern oder Klassen weitere Schritte eingeleitet werden sollten, haben sie die Möglichkeit, Einheiten wie Soziales Lernen, Coolnesstraining etc. einzusetzen oder Einzel-, Gruppen- oder Elterngespräche zu führen. Ferner können hier Kontakte zu außerschulischen Beratungsstellen hergestellt und begleitet werden. Dieses breite Netz von Kooperationspartnern wird von unserer Schulsozialarbeiterin und den Lehrern betreut. Dies bedeutet,

  • dass die Kontakte regelmäßig gepflegt werden,
  • dass vor, während und nach der Fallbetreuung enger Austausch stattfindet,
  • dass das Netzwerk immer wieder auf mögliche  Erweiterungen hin überprüft und aktualisiert wird.

Vernetzung mit außerschulischen Beratungsstellen

Zur Unterstützung der pädagogischen Fachkräfte pflegt die Schule Kontakte zu zahlreichen außerschulischen Beratungsstellen, so z.B. der Polizei, dem Gesundheitsamt, dem schulpsychologischen Dienst, der Jungendgerichtshilfe, den Familienberatungsstellen etc.      

Folgende schulinterne Projekte werden regelmäßig durchgeführt:

  • Taschengeldtraining, Umgang mit Handy und Internet etc. (AWO)
  • Sozialkompetenztraining in Klassen 6 (Caritas)
  • Schwangerschaftsberatung (Diakonie, AWO, Donum Vitae)
  • „Umgang mit einer Babypuppe“ (Diakonie)
  • Sucht hat immer eine Geschichte (Ginko)
  • Projekt zum Thema „Cannabis“ mit Autorenlesung (Ginko)
  • Schwanger – und dann? (Geburtshaus, div. Gynäkologen)
  • Gesundheitsamt „Feiern statt Reiern“
  • Enterpride (Lesben- und Schwulenberatung)
  • Sicherheitstraining im Verkehr

Außerschulische Projekte

Die Schule öffnet sich außenschulischen Projekten. Die beiden letzten sollen hier genannt sein, das Tanzprojekt „Download Pygmalion“ in Kooperation des Kulturbetriebs mit der Musikschule der Stadt Mülheim an der Ruhr ( entstanden im Rahmen der Mülheimer Local Heroes Woche ) sowie das Buchprojekt (100 Jahre Dümpten).

Außerschulische Projekte, wie die oben genannten, bedeuten für die Schüler viel Spaß neben dem Schulalltag und vor allem Anerkennung, die sie in ihrem Umfeld sonst nur selten erleben.


   
 
 
 
 
 
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